Mein Herzensweg

Ihr Lieben, ich mache mich auf. Ich wage es endlich, was schon einige Jahre in meinem Kopf herumschwirrt. Und es ist immer und immer wieder in meinen Gedanken aufgeploppt und wollte mir keine Ruhe lassen. Denn stellt euch vor, ich habe aufgehört in der Kita zu arbeiten.

 

Tausend Fragezeichen stehen da noch und oft überkommt mich eine Welle der Panik. Die Gedanken fangen an zu Kreisen und eine unfeine Stimme in mir sagt: „Wie soll das alles gehen? Wo soll das Geld herkommen? Du hast zwei Kinder, der Job als Angestellte gibt dir die Sicherheit und vor allem ein geregeltes Einkommen.“ Diese Stimme hat mich jahrelang begleitet und meine Ängste haben dazu geführt, dass ich mich von einer Stelle im Kindergarten zur Nächsten gerettet habe immer mit der Hoffnung verbunden, dass der Arbeitsplatzwechsel ein angenehmeres Arbeitsklima mit sich bringt. Oft ging es mir gesundheitlich nicht gut und ich habe immer mehr gemerkt, dass ich nicht mehr mit Chefs zusammen arbeiten möchte, bei denen man nicht weiß, woran man wirklich ist.

 

 

Der Umbruch und das Umdenken in mir waren schon lange da. Aber tatsächlich stand ich kurz davor den nächsten Job in der Kita anzunehmen. Er wurde mir auf dem Silbertablett angeboten und die Versuchung war groß. Die Kita liegt in unmittelbarer Nähe zu meinem Wohnort, auf mich würde  wieder ein sicheres Gehalt warten und zudem hatte ich die Aussicht auf angenehme Arbeitszeiten, die sich gut mit den Zeiten meiner Kinder vereinbaren lassen würden. Aber zum Glück habe ich einen Mann an meiner Seite, der nicht nur all meine verrückten Projekte unterstützt, sondern auch bedingungslos an mich glaubt. So hat er mir ganz klipp und klar gesagt, dass ich das nicht machen werde und hat mich im selben Moment in den Arm genommen. „Kopf hoch“, hat er gesagt. „Du schaffst das.“

 

 

Das Gefühl von Sicherheit, was die letzten Jahre für mich so wichtig gewesen ist und mich dominiert hat, ist einem Gefühl der Freiheit gewichen. Ich will frei sein. Ich möchte meine eigenen Ideen umsetzten.  Mich mit Leuten umgeben die mir gut tun und genau das machen, worauf ich Lust habe und wofür mein Herz schlägt. Ich spüre in mir, dass sich eine Blockade anfängt zu lösen. Meinen Ängsten schaue ich eiskalt ins Gesicht und sage ihnen frech: „Und, was soll passieren, wenn ihr eintrefft? Wird davon die Welt untergehen?“ Das Schöne daran ist, ich kenne mittlerweile die Antwort. Nein, die Welt wird nicht untergehen und nicht alle Ängste, die in mir sind und mich daran hinder wollen, dass zu tun, was ich wirklich will, werde tatsächlich wahr werden. Vielleicht einige, aber auf die kann ich eine Antwort finden. Vieles, was mich demnach abgehalten hat wirklich das zu tun, was ich möchte, löst sich gerade. Ich merke schon jetzt, dass es sich so verdammt richtig und gut anfühlt.

 

 

Es gehen Türen auf, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Es treten Menschen in mein Leben, die auf einer Wellenlänge mit mir sind und mit denen es unglaublich leicht ist zu arbeiten und zu sein. Ich merke, wie sich Dinge entwickeln und wie das fast  von alleine geschieht. Trotzdem muss ich immer weiter an mir arbeiten. Denn es gibt durchaus Zeiten, in denen ich zweifle. Aber dann besinne ich mich darauf Vertrauen zu haben. Vertrauen in mich, Vertrauen in die Zukunft und das alles gut werden wird.

 

Es wird also spannend in der nächsten Zeit und ich nehme dich gerne mit auf diese Reise! Ich freue mich auch über einen Austausch mit dir. Denn vielleicht geht es dir ähnlich, dass du in deinem Beruf gerade festzustecken scheinst und du nach deinem Herzensweg suchst. Gerne kannst du mir also schreiben oder dich mit mir vernetzen! :)

 

Alles Liebe für dich!